Diät; Horst Bickel

June 7, 2008 11:10 am

Horst Bickel (* 18. Juni 1918 in Hamburg, † 1. Dezember 2000 auf Rügen) war ein deutscher Kinderarzt.

Werk

Als Assistent des schweizerischen Kinderarztes Guido Fanconi beschrieb er mit diesem zusammen 1949 erstmalig ein seltenes Syndrom mit der Kombination einer krankhaft vermehrten Speicherung von Stärke (Glykogen) in der Leber und den Nieren (Glykogenose), einer beeinträchtigten Funktion der Sammelröhrchen in der Niere und einer gestörten Ausnutzung der Zuckermoleküle Glukose und Galaktose. Die autosomal-rezessiv erbliche Erkrankung wurde später als Fanconi-Bickel-Syndrom bezeichnet.

In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte Horst Bickel maßgeblich eine Diät zur Behandlung der angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie und bewies damit, dass die Erkrankung durch eine Reduktion der verursachenden Aminosäure Phenylalanin behandelbar ist. Nachdem Robert Guthrie 1963 eine Screening-Methode für diese häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung entwickelt hatte, war es sein Verdienst, dass dieses Screening in den 1970er-Jahren auch für alle Neugeborenen in Deutschland zum Standard wurde. Von 1967-1987 war Horst Bickel Ordinarius für Kinderheilkunde an der Universität Heidelberg.

Weblinks

Horst Bickel bei whonamedit.com

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Joachim Kretzer

June 7, 2008 8:20 am

Joachim Kretzer (* 1968) ist ein deutscher Schauspieler.

Bekannt wurde Joachim Kretzer als Achim Kreutzer in der Serie In aller Freundschaft, die er 1998 bis Folge 39 spielte. 1999 spielte er neben Maria Furtwängler in der Barbara Wood-Verfilmung Herzflimmern und neben Christine Neubauer in Twiggy - Liebe auf Diät. Es folgen u.a. die Rosamunde Pilcher-Verfilmung Wind über dem Fluß sowie Episodenrollen in den Serien Der Alte, Siska, Unser Charly, Für alle Fälle Stefanie, Der Bulle von Tölz, HeliCops und Die Rosenheim-Cops.

Im Kino etablierte er sich ebenfalls: Gabriel Barylli gibt ihm 1999 die Rolle des Andreas in Wer liebt, dem wachsen Flügel (mit Maximilian Schell und Verona Feldbusch) Oskar Roehler besetzte ihn 2005 für seine Verfilmung von Michel Houellebecqs Elementarteilchen. Außerdem spielt er in Jan Henrik Stahlbergs Muxmäuschenstill den Björn.

2005 und 2006 spielte er den Old Shatterhand an der Seite Gojko Mitics in Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg bzw. Winnetou 3 bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg.

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Chylothorax

June 7, 2008 2:10 am

Der Chylothorax ist eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit (gr. Chylos = Milchsaft) im Bereich der Pleurahöhle. Dies geschieht in der Regel
durch eine Verletzung des sogenannten Brustmilchganges (Ductus thoracicus). Dieser führt am Tag bis zu 4 Litern Lymphe aus einem Großteil des Körpers zurück ins venöse Blut. Bei Verletzungen läuft diese Lymphe in angrenzende Strukturen (Chylorrhö). Außer
der Brusthöhle kann die Lymphe vor allem bei schweren Traumata außerdem in den Herzbeutel (sog. Chyloperikard) laufen. Bleibt die Lymphe auf den Mittelfellraum (Mediastinum) begrenzt, so spricht man von einem Chylomediastinum.

Symptome

Ab ca. einem Volumen von 2 Litern kommt es in der Regel durch Verdrängung der Lunge und des Mediastinums zu Dyspnoe und Tachykardie.

  • Röntgen: Im Röntgenbild des Brustkorbes erkennt man Verschattungen in den tiefliegenden Abschnitten der Pleurahöhle.
  • Punktion: Die Punktionsflüssigkeit ist in der Regel milchig trüb und steril. Laborchemisch findet sich darin ein erhöhter Fettgehalt.

Therapie

Durch wiederholtes Entlasten des Chylothorax (z.B. über eine Bülau-Drainage) versucht man zunächst ein Verkleben der verletzten Stelle des Ductus thoracicus abzuwarten. Dies kann durch eine spezielle Diät (MCT-Diät) unterstützt werden, bei der die über die Lymphbahnen transportierten kurz- und langkettigen Fette in der Nahrung vermieden werden. Tritt nach 1-2 Wochen keine Besserung ein wird in der Regel die Verletzungsstelle operativ versorgt und der
Ductus thoracicus durch direkte Naht wieder hergestellt.

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Formula-Diät

June 5, 2008 12:30 am

Als Formula-Diät wird eine Diät bezeichnet, bei der die Mahlzeiten ganz oder teilweise durch Fertigdrinks oder mit Flüssigkeit anzurührende Nährstoffpulver ersetzt werden. In der Regel werden die Produkte in mehreren Geschmacksrichtungen angeboten. Die aufgenommene Kalorienmenge beträgt bei der Ernährung nur durch Formula-Produkte täglich maximal 1200 Kilokalorien (kcal), was einen schnellen Gewichtsverlust bei Übergewicht herbeiführen soll.

Produkte für Formula-Diäten fallen unter § 14 der deutschen Diät-Verordnung. Diese schreibt für die Produkte einen maximalen Gehalt von 400 kcal pro Mahlzeit vor sowie den enthaltenen Anteil an Kohlehydraten, Fett und Protein, wobei die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung einzuhalten sind. Außerdem müssen Vitamine sowie die Mineralstoffe Calcium und Eisen enthalten sein, um eine Unterversorgung auszuschließen.Die Formuladiät als Hilfsmittel in der Kombinationstherapie von Adipositas (pdf)

Sollen alle Mahlzeiten durch die Formula-Produkte ersetzt werden, ist gesetzlich der Hinweis „Darf ohne ärztlichen Rat nicht länger als drei Wochen verwendet werden“ vorgeschrieben. Von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern werden Formula-Diäten nur bei Adipositas-Patienten mit einem Body-Mass-Index über 30 als Einstieg in ein Gewichtsreduktionsprogramm befürwortet. Es gibt einige ärztlich begleitete Abnehmprogramme, bei denen in der Einstiegsphase Formuladrinks eingesetzt werden. Der Schwerpunkt dieser Programme liegt jedoch auf Veränderung des Ernährungsverhaltens und Bewegung.

Die Hersteller versprechen bei ausschließlicher Ernährung mit den Instantprodukten eine Gewichtsabnahme von acht bis zwölf Kilogramm in vier Wochen. Einige vertreiben ihre Produkte ausschließlich über so genannten Strukturvertrieb.

Bewertung und Kritik

Die Zubereitung der Mahlzeiten ist sehr einfach und unkompliziert, es sind keine Tabellen zur Berechnung von Kalorien o.ä. erforderlich. Da die Nahrung fast ausschließlich flüssig oder breiförmig ist, vermissen die meisten Anwender nach einiger Zeit das Kauen fester Nahrung, außerdem wird der Geschmack sehr bald als eintönig empfunden.Medizinische Bewertung von Formula-Diäten Die Gewichtsabnahme entspricht der anderer stark unterkalorischer Diäten. Der Eiweißanteil verhindert einen Abbau von Muskelmasse während der Diät und dämpft das Hungergefühl.Netdoktor zu Formula-Diäten

Eine komplette Formula-Diät ist in der Regel teurer als die Ernährung mit normalen Lebensmitteln. Da mit diesen Produkten das Ernährungsverhalten nicht umgestellt wird, ändert sich an den Ursachen für das Übergewicht nichts, es gibt keinen Lerneffekt. Durch die niedrige Kalorienzahl während der Diät und die Umstellung des Körpers auf den Hungerstoffwechsel droht im Anschluss der bekannte Jojo-Effekt, so dass das Ausgangsgewicht meistens sehr schnell wieder erreicht ist. In vielen Produkten sind kaum Ballaststoffe enthalten, so dass Verstopfung die Folge sein kann.

Quellen

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Gerson-Therapie

June 4, 2008 11:00 am

Die Gerson-Therapie ist eine von dem Arzt Max Gerson (1881-1959) ursprünglich zur Behandlung von Migräne entwickelte Therapie, die nach Angaben ihrer Befürworter ein breites Anwendungsspektrum bis hin zur Krebstherapie hat. Diese Form der Behandlung ist sehr umstritten und von der wissenschaftlichen Medizin nicht zur Behandlung schwerer Krankheiten anerkannt. Es liegen keine unabhängigen Studien vor, die eine heilende oder gesundheitsfördernde Wirkung belegen.

Allgemein

Die Gerson-Diät basiert einerseits auf der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel bei gleichzeitigem Verbot anderer Nahrungsmittel und bestimmter Zubereitungsmethoden.

Laut seiner Ernährungsempfehlung sollte die Nahrung fettfrei, salzfrei und vegetarisch sein. Nicht erlaubt sind: Avocados, Beeren, nicht selbst zubereitete Getränke, Gurken, Nüsse, Pilze, Ananas, Pfeffer, und Sojabohnen. Gerson verbietet einerseits ausdrücklich Kaffee und Tee, empfiehlt aber Einläufe mit Kaffeezusatz.

Empfohlen werden von frisch gepresste Frucht- und Gemüsesäfte. Dazu empfahl Gerson täglich 56 mg Iod (als Lugolsche Lösung), getrocknete Schilddrüsenextrakte und Vitamin B12-Gaben. Die pflanzliche Nahrung sollte aus biologischem Anbau stammen.

Seine Diät sollte die Leber in ihrer Entgiftungsfuktion unterstützen. Dazu sah er die Einläufe mit Kaffee als geeignet an.

Verbote beziehen sich zusätzlich auf Fluor in Zahncreme und Gurgelwasser, das Haarefärben (und die Dauerwelle), Dampfdruckkochtöpfe, Saftpressen, Zentrifugen oder Mixer.

Profitieren sollten Patienten mit Migräne, Tuberkulose, Krebs, Fibromyalgie, Arthritiden und Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Neben der Gerson-Diät beinhalten manche auf ihn bezogene Therapiekonzepte auch Injektionen mit Kalbsleberextrakten, die teilweise zu Komplikationen führten.

Gerson hatte viele prominente Patienten, zu diesen gehörte auch die befreundete Familie von Albert Schweitzer.

Nach dem Tode von Max Gerson gründete seine Tochter Charlotte Gerson 1978 ein Gerson institute um das Werk ihres Vaters fortzusetzen. Das Institut befindet sich in Mexico.

Migräne-Diät

Gerson litt bereits früh an Migräne und versuchte, dagegen eine wirksame Therapie zu finden. Er war der Meinung, dass die Nahrung einen Einfluss auf diese Krankheit habe und beobachtete bei Einhaltung einer bestimmten von ihm entwickelten Diät ein Verschwinden seiner Kopfschmerzen. Seine Migränediät basierte vor allem auf dem Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel.

Tuberkulose-Diät

Einer seiner Patienten berichtete ihm über das Verschwinden seiner Hauttuberkulose nach Befolgen seiner Diätempfehlung gegen die Migräne. Gerson schloss daraus auf eine Wirksamkeit seiner Diät gegen die Tuberkulose und berichtete über Therapieerfolge bei weiteren Patienten.

Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch hörte von Gersons Behandlungserfolgen und war bereit, in seiner Münchener Klinik diese Diät an seinen Patienten auszuprobieren. Nach Bekanntwerden von Behandlungserfolgen bei Sauerbruch verbreitete sich Gersons Diät schnell über Ländergrenzen hinweg.

Gerson kümmerte sich in der Folgezeit um mehrere europäische Kliniken, die seine Diät zur Therapie der Tuberkulose anwandten. Gerson veröffentlichte dazu Artikel in verschiedenen medizinischen Fachzeitschriften.

Krebsdiät

Eine Patientin, die an Magenkrebs erkrankt war, bat ihn 1928, sie mit seiner Tuberkulose- und Migränediät zu behandeln. Nach seinen Berichten konnte er so die Krebserkrankung der Patienten erfolgreich heilen. Seine Versuche Krebs durch seine Diät zu heilen, setzte er nach seiner Emigration fort.

Kritik

An Gersons Diätempfehlungen wurde häufig Kritik geübt. So wurde ihm vorgeworfen, keine exakten statistischen Angaben über seine Behandlungen gemacht zu haben. Des Weiteren wurde der Vorwurf geäußert, er habe lediglich seine Behandlungserfolge publiziert und Misserfolge dabei nicht erwähnt.

Seiner Gerson clinic in Mexiko wurden hohe Behandlungskosten und ein rein kommerzielles Vorgehen vorgeworfen.

1947 untersuchte eine Kommission der New York County Medical Society Krankenakten von 86 seiner Patienten, untersuchte zehn von ihnen und kam zum Ergebnis, dass es keine Belege für eine Wirksamkeit der Gerson-Diät gegen Krebs gebe.

Eine wissenschaftliche Studie Ginsberg MM. Campylobacter sepsis associated with “nutritional therapy”. MMWR 30:294-295, 1981berichtet, dass zwischen 1980 und 1986 mindestens 13 Patienten, die vorher eine Gerson-Therapie bekommen hatten, in Krankenhäusern der Gegend um San Diego wegen einer Sepsis behandelt werden mussten. Die Sepsisfälle wurden auf Injektionen in die Leber zurückgeführt. Keiner der Patienten war frei von Krebs, und einer von ihnen verstarb an Krebs eine Woche nach Aufnahme. Des Weiteren waren fünf der Patienten komatös aufgrund zu niedriger Natriumwerte, die auf die Empfehlung, auf Kochsalz zu verzichten, zurückgeführt wurden. Weitere Studien zur Gerson-Therapie kamen zum Ergebnis, dass eine Behandlung bei Krebs nicht empfehlenswert ist. *http://caonline.amcancersoc.org/cgi/reprint/41/5/310*http://caonline.amcancersoc.org/cgi/reprint/43/5/309
Green S.A critique of the rationale for cancer treatment with coffee enemas and diet. JAMA 268:3224-3227,1992American Cancer Society. Unproven methods of cancer management: Gerson method. Cancer Journal for Clinicians 40:252-256, 1990

Die Anwendung der Gerson-Diät zur Behandlung von Krebs ist in den USA aufgrund eines fehlenden Wirksamkeitsnachweises nicht erlaubt.

Die Gerson-Diät ist nicht Bestandteil der modernen evidenzbasierten Medizin.

Quellenangaben

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Asklepiades von Bithynien

June 4, 2008 8:40 am

Asklepiades von Bithynien (* um 124 v. Chr. in Prusa in Bithynien) war ein griechischer Arzt und Philosoph des späten Hellenismus, der in Rom wirkte.

Asklepiades studierte Rhetorik, Philosophie und Medizin. Etwa 91 v. Chr. kam er nach Rom, wo er mit Erfolg als Arzt praktizierte. Er bevorzugte einfache Heilmittel wie Diät, Bewegung, Bäder, Schwitzen und Wasserkuren. Somit wurde er zum Begründer der Wasserheilkunde (Balneotherapie, siehe auch Kneippkuren).

Eine seiner kontroversen Thesen war: die Natur sei nicht nur ohne Vernunft und Kunst, sondern geradezu schädlich.

Er war Erfinder der passiven Bewegung, die in Fahrten auf Wagen, Schiff und ähnlichem bestand. Asklepiades gründete eine Schule für Medizin. Sein bedeutendster Schüler war Themison von Laodikeia.

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Optifast-Programm

June 4, 2008 8:10 am

Das Optifast-Programm ist ein einjähriges, medizinisch und psychologisch begleitetes Programm zur Gewichtsreduktion und zum dauerhaften Halten des Gewichts ohne Jojo-Effekt. In der so genannten Fastenphase besteht die Nahrung aus einer Formula-Diät (Fertigprodukte). Das ambulante Therapieprogramm wird in rund 35 Zentren in Deutschland und Österreich angeboten. Das Programm wird von der Novartis Nutrition GmbH vertrieben.

Aufbau des Programms

Optifast besteht aus einer Fastenphase von 12 Wochen, einer Übergangsphase von sechs Wochen und einer Steigerungs- und Stabilisierungsphase. Insgesamt dauert das Programm 52 Wochen. Es finden wöchentlich Gruppensitzungen mit 10 bis 14 Personen statt, die medizinisch und psychologisch betreut werden. Ein Ernährungsberater instruiert die Gruppe über das richtige Essverhalten. Zusätzlich gibt es in den ersten 26 Wochen nach der Gruppensitzung ein Sportangebot aus (Wasser-)Gymnastik oder anderen geeigneten Sportarten (Nordic Walking).

Fastenphase

Die Fastenphase besteht aus 5 Tüten Pulvernahrung pro Tag, die ausschließlich über den Optifast-Zentren zu beziehen sind. Auch bei eBay werden die Tüten angeboten. Das Pulver wird in Wasser aufgelöst und ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Die Gesamtkalorienzufuhr beträgt in dieser Zeit ca. 800 kcal pro Tag, was in den meisten Fällen zu einer drastischen Abnahme bei den Patienten führt. Durch den hohen Eiweißgehalt des Pulvers erhofft man sich, Muskelabbau zu verhindern. Dies soll durch wöchentliche Kräftigungsübungen unterstützt werden, welche von Pysiotherapeuten betreut werden. Weiterhin wird die Notwendigkeit vermittelt, privat Sport zu treiben, wodurch der Fettabbau begünstigt werden soll.

Übergangsphase

In diesen sechs Wochen wird die Tütennahrung nach und nach durch normale Nahrung ersetzt. Dabei wird ein “Ampel”-Punktesystem eingeführt, welches - vereinfacht gesprochen - rote (Fettgehalt ≥80% z.B. Butter; Zucker/Fettgemisch z.B. Schokolade), gelbe (Fett und Eiweiß z.B. Fleisch, Milch) und grüne Punkte (Kohlenhydrate z.B. Brot, Gemüse, Kartoffeln) unterscheidet. In der ersten Umstellwoche stehen 4 grüne (entspricht einem Bötchen und einem Apfel) und ein gelber Punkt (z.B. 60 gr. Lachschinken) täglich zur Verfügung, daneben werden in dieser Woche täglich 4 Tüten Pulvernahrung verzehrt. Es wird durch dieses System beabsichtigt, frühzeitig “bewußt” zu Essen. So können Punkte gespart und an anderen Tagen verzehrt werden.

Steigerungs- und Stabilisierungsphase

Die Nahrungsmenge wird nun nach und nach gesteigert (dieses geschieht durch Erhöhung des “Punktekontos”), bis der Patient nicht mehr abnimmt. Das kann individuell sehr verschieden sein.
Es besteht im weiteren Verlauf des Therapieprogrammes (durch Herabsetzen der Punkte und/oder Einschieben einer auf 6 Wochen verkürzten Tütenphase) die Möglichkeit, das Gewicht bis zum Wunschgewicht weiter zu reduzieren

Pro und Contra

Pro

  • Schnelle Gewichtsreduktion in den ersten 12 Wochen (Motivation)
  • Muskelabbau wird durch hohe Eiweißgaben versucht zu verhindern
  • Das Punktesystem orientiert sich an den Empfehlungen der DGE
  • Relativ langer Therapiezeitraum (intensive Stabilisierung)

Contra

  • Zeitinvensiv, da man einen Abend in der Woche gebunden ist.
  • Muskelabbau lässt sich nicht vollständig vermeiden.
  • Teuer (ca. 3000€; einige Krankenkassen bezuschussen jedoch das Programm)
  • Die Rückfallquote ist umstritten. Laut einer Studie (siehe Weblinks) beträgt die langfristige Erfolgsquote 58%
Posted by admin in Uncategorized

Diaet abnehmen forum com; Bilanzverkürzung

June 3, 2008 9:00 pm

Eine Bilanzverkürzung ist ein Ausdruck aus der Buchhaltung. Von einer Verkürzung der Bilanz spricht man, wenn die Bilanzsumme eines Unternehmens schrumpft. Dies geschieht

Diät; Manfred Köhnlechner

June 3, 2008 6:00 pm

Manfred Köhnlecher (* 1. Dezember 1925 in Krefeld; † 10. April 2002 in Grünwald bei München) war ein bekannter Jurist und zu seinen Lebzeiten der bekannteste deutsche Heilpraktiker. Es gilt als sein Verdienst, die Alternativmedizin in Deutschland aus einer Nischenexistenz herausgeholt und mit Hilfe der Medien populär gemacht zu haben. Köhnlechner hatte einen Doktortitel, allerdings als Jurist, nicht als Mediziner.

Biografie

Köhnlechner promovierte 1949 in Würzburg als Jurist mit dem Schwerpunkt Insolvenzrecht und war von 1957 bis 1970 der Generalbevollmächtigte des Bertelsmann Konzerns und einer der bestbezahlten Manager in Deutschland. In dieser Position war er beteiligt an der Einigung über die Beteiligung Bertelsmanns am Verlag Gruner und Jahr.

Nach einem Reitunfall im Jahr 1970 wurde er durch einen Heilpraktiker erfolgreich behandelt. Darauf hin begann er selbst sich für alternative Heilmethoden zu interessieren. Er kündigte seinen Vertrag bei Bertelsmann, der noch bis 1985 lief und verkaufte seine Anteile an dem Verlag für eine Millionensumme.

Nach seinem Ausstieg bei Bertelsmann startete Köhnlechner eine neue Karriere als Heilpraktiker. Er legte 1972 die Prüfung ab und eröffnete eine Naturheilpraxis im Grünwalder Promi-Viertel Geiselgasteig. Zunächst spezialisierte er sich auf Akupunktur, in Deutschland damals noch weitgehend unbekannt. Bis zu Köhnlechners Auftritt in einer Fernsehshow bei Dietmar Schönherr im Jahr 1974, in der er live Trude Herr “behandelte”. Das war der Beginn seiner enormen Popularität. 1974 kannten ihn bereits 40 Prozent der befragten Deutschen, bei seinem Tod 96 Prozent. Köhnlechner behandelte etliche Prominente und gründete 1974 das Manfred Köhnlechner Institut für Erfahrungsmedizin. Seine Praxis leitete er seitdem de facto nur noch als Manager, die Behandlungen wurden von anderen Heilpraktikern ausgeführt. 1985 gründete er die Manfred Köhnlechner Stiftung zur Förderung der biologisch-naturheilkundlichen Verfahren im Sinne der Erfahrungsmedizin.

Köhnlechner schrieb im Laufe der Jahre rund 30 Bücher und war in den 1970er und 1980er Jahren einer der erfolgreichsten deutschen Sachbuchautoren. In mehreren Büchern widmete er sich dem Thema Krebs und dessen Vermeidung, vor allem durch die Ernährung. Er verstand es, die Medien für die Propagierung seiner Theorien zu nutzen, nicht zuletzt die Bild-Zeitung. Unter anderem setzte er sich für die Neuraltherapie und die Ozontherapie ein und pries den therapeutischen Nutzen von Aderlässen, Taigawurzeln, Knoblauch, Essig und Schlangengift. Mediziner griffen Köhnlechner häufig heftig an und bezeichneten ihn als Scharlatan, der mit unsinnigen Methoden und falschen Versprechungen viel Geld mache. Aber auch in Heilpraktiker-Kreisen war er umstritten; er forderte öffentlich, die Naturmedizin gehöre in die Hände von akademisch ausgebildeten Ärzten.

1989 erhielt er den skandinavischen Preis für Naturmedizin; in Deutschland wurde er vom Verband Deutscher Heilpraktiker mit der Hahnemann-Medaille ausgezeichnet.

Noch mit 75 Jahren schwamm Köhnlechner angeblich täglich 1000 Meter. 1992 heiratete er zum dritten Mal, eine 33 Jahre jüngere Frau. Wie auch ein weiterer bekannter “alternativer Krebsheiler”, Julius Hackethal, erlag Köhnlechner selbst einem Krebsleiden.

Köhnlechner-Diät

Die nach Köhnlechner benannte Diät wurde zunächst von Maria Ernst-Lange veröffentlicht. Es handelt sich um eine Mischung aus der Trennkost nach Howard Hay und einer Low Carb-Diät wie die Atkins-Diät. Außerdem wird behauptet, dass der Mensch kein “Pflanzenfresser” sei und Rohkost schlecht vertrage, vor allem Obst. Dafür wird das Trinken von Essigwasser empfohlen, das angeblich die Verbrennung von Körperfett ankurbelt (Fatburner). Wissenschaftlich nachweisbar ist dieser Effekt nicht.

Kohlenhydrate werden bei dieser Diät nur morgens zum Frühstück in Form von trockenem Brot oder trockenen Brötchen aufgenommen. Ansonsten dürfen nur mageres Fleisch, Weißwurst, Fisch, Tatar, Innereien und magere Milchprodukte verzehrt werden sowie gedünstetes Gemüse und Salat. Die Kalorien werden nicht gezählt. Als Obst erlaubt sind aus unerfindlichen Gründen Grapefruits, Stachelbeeren und Honigmelonen. Ernährungswissenschaftler lehnen diese Diät mehrheitlich als völlig ungeeignet zum Abnehmen ab.

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Ketogene Diät

June 3, 2008 4:20 pm

Die ketogene Diät ist eine streng kohlenhydratlimitierte, protein- und kalorienbilanzierte und deshalb fettreiche Form der diätetischen Ernährung, die den Hungerstoffwechsel in bestimmten Aspekten imitiert. Durch sie bezieht der Körper seinen Energiebedarf jedoch nicht aus Körperfett (wie beim Hungern) sondern aus Nahrungsfett. Ketogene Diät wird als Therapieverfahren vor allem bei Kindern mit pharmakoresistenter Epilepsie, Glukosetransporterstörung und Pyruvatdehydrogenasemangel eingesetzt. Sie muss individuell berechnet und ärztlich überwacht werden. Eine nicht medizinisch induzierte Sonderform der ketogenen Diät sind so genannte Low Carb-Diäten wie die Atkins-Diät.

Wirkung

Proteine können im Stoffwechsel ca. zu 50% und Fette nur zu ca. 10% (nämlich ihr Glycerinanteil) wie die verschiedenen Kohlenhydrate zu Glucose umgebaut werden, um den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten und so vor allem das Gehirn mit Energie zu versorgen. Im Hungerzustand greift der Körper zunächst auf seine Glykogenvorräte (eine Speicherform der Kohlenhydrate) zurück und stellt sich dann zunehmend auf einen Hungerstoffwechsel um. Dieser ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass Fettsäuren in der Leber zu Ketonkörpern abgebaut werden, die dann den Energiebedarf vor allem auch des Gehirns (welches ansonsten auf Glukose als einzige Energiequelle angewiesen ist) auf alternative Weise effizient decken sollen. Der angestrebte Zustand heißt Ketose.

Indikationen

Neben Patienten mit einer Glukosetransporterstörung oder einem Pyruvatdehydrogenasemangel kann bei Patienten mit Epilepsie, bei denen bisher mehr als zwei antikonvulsive Medikamente nicht ausreichend gewirkt haben und bei denen ein epilepsiechirurgischer Eingriff nicht in Frage kommt, der Einsatz der ketogenen Diät überlegt werden. Sie kann bei unterschiedlichen Anfallsformen, Epilepsieursachen und Altersbereichen bis zum Jugendalter angewandt werden, scheint jedoch jenseits des etwa 8. bis 12. Lebensjahres an Wirksamkeit zu verlieren und schwieriger durchführbar zu sein. Bei Säuglingen unter einem Jahr ist sie ebenso anwendbar, wie bei Kindern jenseits des ersten Lebensjahres. Gute Einzelfallerfahrungen gibt es bei der Behandlung des Rett-Syndroms, des Landau-Kleffner-Syndroms und des Ohtahara-Syndroms.

Nach Brom (1857) und Phenobarbital (1910) wurde die ketogene Diät erstmals 1921 gezielt als damals dritte antikonvulsive Therapieoption eingeführt. Man hatte beobachtet, dass Hungern bei vielen Epilepsiepatienten günstig auf die Anfallssituation wirkt und versuchte, den Zustand des Kohlenhydratmangels beim Hungern mit genügender Kalorien- und Proteinzufuhr zu kombinieren.

Berechnung, Durchführung

Für eine ketogene Diät wird der Energiebedarf (30-80 kcal/kg je nach Alter und Energieumsatz) und der Proteinbedarf (0,7-2 g/kg je nach Alter) berechnet und dann die sogenannte „ketogene Ratio“ (typischerweise 3 - 4,5 : 1) festgelegt. Die ketogene Ratio bestimmt das Gewichtsverhältnis von Fett zu Kohlenhydraten + Proteinen. Eine ketogene Ratio von 4:1 beispielsweise bedeutet, dass die Nahrung zu 80% Gewichtsanteilen aus Fetten bestehen muss. In den restlichen 20% Gewichtsanteilen muss eine den Bedarf deckende Proteinmenge untergebracht werden. Dementsprechend dürfen Kohlenhydrate nur in minimalen Mengen aufgenommen werden, um eine wirksame Ketose aufrechtzuerhalten. Eine Ketose infolge eines willkürlich herbeigeführten Kohlenhydratmangels wird durch die Zufuhr geringer überzähliger Kohlenhydratmengen innerhalb kurzer Zeit durchbrochen, was wieder zu vermehrten Anfällen führen kann. Dieses strenge Diätregime erfordert eine sorgfältige Indikationsstellung, einige Detailkenntnisse und eine enge Zusammenarbeit zwischen Behandlungsteam und Patienten, ihren Bezugspersonen (z. B. Eltern) und ihrem sozialen Umfeld. Die Diätverschreibung muss vom Arzt wiederholt an den Verlauf und den daraus erkennbaren Bedarf angepasst werden. Die sachgerechte Durchführung der Diät muss über die Urin- und/oder Blutketose (ähnlich wie bei der Blutzuckerüberwachung bei Diabetikern) überwacht werden.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind vor allem Verdauungs- bzw. Stuhlgangsprobleme. Ferner kommt manchmal vermehrt Müdigkeit vor allem in den ersten zwei Wochen der Stoffwechselumstellung vor, während danach häufig eine bessere Wachheit folgt. Zudem kommen vor: Nahrungsverweigerung oder Hunger und damit zusammenhängende psychische Probleme (Hypercholesterinämie (schlüssige Langzeitstudien zu dieser Nebenwirkung existieren nicht, eine ketogene Diät ist aber nicht mit einer „Fettmast“ gleich zu setzen, da die Kalorien limitiert sind). Selten bis sehr selten sind gehäufte Infekte, Thrombozytenfunktionsstörungen mit Blutungsneigung, Hypocalciämie und Herzrhythmusstörungen (demaskiertes Long-QT-Syndrom). Gelegentlich kommen Nierensteine vor (regelmäßige Prüfung über den Urinstix auf Blut). Bestimmte unerkannte seltene Stoffwechselstörungen (v.a. Defekte der Ketolyse und Ketogenese, Fettabbausstörungen, Carnitinmangel-Syndrome etc.) können in der Anfangsphase der ketogenen Diät plötzlich und u. U. lebensbedrohlich dekompensieren, weshalb hier eine sachkundige Vordiagnostik / Anamnese und (stationäre) Überwachung des Beginnes notwendig ist. Insgesamt ist das Nebenwirkungsprofil etwas günstiger als bei einer intensiven pharmakologischen antikonvulsiven Therapie.

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Ketogene Diät

June 3, 2008 4:00 pm

Die ketogene Diät ist eine streng kohlenhydratlimitierte, protein- und kalorienbilanzierte und deshalb fettreiche Form der diätetischen Ernährung, die den Hungerstoffwechsel in bestimmten Aspekten imitiert. Durch sie bezieht der Körper seinen Energiebedarf jedoch nicht aus Körperfett (wie beim Hungern) sondern aus Nahrungsfett. Ketogene Diät wird als Therapieverfahren vor allem bei Kindern mit pharmakoresistenter Epilepsie, Glukosetransporterstörung und Pyruvatdehydrogenasemangel eingesetzt. Sie muss individuell berechnet und ärztlich überwacht werden. Eine nicht medizinisch induzierte Sonderform der ketogenen Diät sind so genannte Low Carb-Diäten wie die Atkins-Diät.

Wirkung

Proteine können im Stoffwechsel ca. zu 50% und Fette nur zu ca. 10% (nämlich ihr Glycerinanteil) wie die verschiedenen Kohlenhydrate zu Glucose umgebaut werden, um den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten und so vor allem das Gehirn mit Energie zu versorgen. Im Hungerzustand greift der Körper zunächst auf seine Glykogenvorräte (eine Speicherform der Kohlenhydrate) zurück und stellt sich dann zunehmend auf einen Hungerstoffwechsel um. Dieser ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass Fettsäuren in der Leber zu Ketonkörpern abgebaut werden, die dann den Energiebedarf vor allem auch des Gehirns (welches ansonsten auf Glukose als einzige Energiequelle angewiesen ist) auf alternative Weise effizient decken sollen. Der angestrebte Zustand heißt Ketose.

Indikationen

Neben Patienten mit einer Glukosetransporterstörung oder einem Pyruvatdehydrogenasemangel kann bei Patienten mit Epilepsie, bei denen bisher mehr als zwei antikonvulsive Medikamente nicht ausreichend gewirkt haben und bei denen ein epilepsiechirurgischer Eingriff nicht in Frage kommt, der Einsatz der ketogenen Diät überlegt werden. Sie kann bei unterschiedlichen Anfallsformen, Epilepsieursachen und Altersbereichen bis zum Jugendalter angewandt werden, scheint jedoch jenseits des etwa 8. bis 12. Lebensjahres an Wirksamkeit zu verlieren und schwieriger durchführbar zu sein. Bei Säuglingen unter einem Jahr ist sie ebenso anwendbar, wie bei Kindern jenseits des ersten Lebensjahres. Gute Einzelfallerfahrungen gibt es bei der Behandlung des Rett-Syndroms, des Landau-Kleffner-Syndroms und des Ohtahara-Syndroms.

Nach Brom (1857) und Phenobarbital (1910) wurde die ketogene Diät erstmals 1921 gezielt als damals dritte antikonvulsive Therapieoption eingeführt. Man hatte beobachtet, dass Hungern bei vielen Epilepsiepatienten günstig auf die Anfallssituation wirkt und versuchte, den Zustand des Kohlenhydratmangels beim Hungern mit genügender Kalorien- und Proteinzufuhr zu kombinieren.

Berechnung, Durchführung

Für eine ketogene Diät wird der Energiebedarf (30-80 kcal/kg je nach Alter und Energieumsatz) und der Proteinbedarf (0,7-2 g/kg je nach Alter) berechnet und dann die sogenannte „ketogene Ratio“ (typischerweise 3 - 4,5 : 1) festgelegt. Die ketogene Ratio bestimmt das Gewichtsverhältnis von Fett zu Kohlenhydraten + Proteinen. Eine ketogene Ratio von 4:1 beispielsweise bedeutet, dass die Nahrung zu 80% Gewichtsanteilen aus Fetten bestehen muss. In den restlichen 20% Gewichtsanteilen muss eine den Bedarf deckende Proteinmenge untergebracht werden. Dementsprechend dürfen Kohlenhydrate nur in minimalen Mengen aufgenommen werden, um eine wirksame Ketose aufrechtzuerhalten. Eine Ketose infolge eines willkürlich herbeigeführten Kohlenhydratmangels wird durch die Zufuhr geringer überzähliger Kohlenhydratmengen innerhalb kurzer Zeit durchbrochen, was wieder zu vermehrten Anfällen führen kann. Dieses strenge Diätregime erfordert eine sorgfältige Indikationsstellung, einige Detailkenntnisse und eine enge Zusammenarbeit zwischen Behandlungsteam und Patienten, ihren Bezugspersonen (z. B. Eltern) und ihrem sozialen Umfeld. Die Diätverschreibung muss vom Arzt wiederholt an den Verlauf und den daraus erkennbaren Bedarf angepasst werden. Die sachgerechte Durchführung der Diät muss über die Urin- und/oder Blutketose (ähnlich wie bei der Blutzuckerüberwachung bei Diabetikern) überwacht werden.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind vor allem Verdauungs- bzw. Stuhlgangsprobleme. Ferner kommt manchmal vermehrt Müdigkeit vor allem in den ersten zwei Wochen der Stoffwechselumstellung vor, während danach häufig eine bessere Wachheit folgt. Zudem kommen vor: Nahrungsverweigerung oder Hunger und damit zusammenhängende psychische Probleme (Hypercholesterinämie (schlüssige Langzeitstudien zu dieser Nebenwirkung existieren nicht, eine ketogene Diät ist aber nicht mit einer „Fettmast“ gleich zu setzen, da die Kalorien limitiert sind). Selten bis sehr selten sind gehäufte Infekte, Thrombozytenfunktionsstörungen mit Blutungsneigung, Hypocalciämie und Herzrhythmusstörungen (demaskiertes Long-QT-Syndrom). Gelegentlich kommen Nierensteine vor (regelmäßige Prüfung über den Urinstix auf Blut). Bestimmte unerkannte seltene Stoffwechselstörungen (v.a. Defekte der Ketolyse und Ketogenese, Fettabbausstörungen, Carnitinmangel-Syndrome etc.) können in der Anfangsphase der ketogenen Diät plötzlich und u. U. lebensbedrohlich dekompensieren, weshalb hier eine sachkundige Vordiagnostik / Anamnese und (stationäre) Überwachung des Beginnes notwendig ist. Insgesamt ist das Nebenwirkungsprofil etwas günstiger als bei einer intensiven pharmakologischen antikonvulsiven Therapie.

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Ketogene Diät

June 3, 2008 11:40 am

Die ketogene Diät ist eine streng kohlenhydratlimitierte, protein- und kalorienbilanzierte und deshalb fettreiche Form der diätetischen Ernährung, die den Hungerstoffwechsel in bestimmten Aspekten imitiert. Durch sie bezieht der Körper seinen Energiebedarf jedoch nicht aus Körperfett (wie beim Hungern) sondern aus Nahrungsfett. Ketogene Diät wird als Therapieverfahren vor allem bei Kindern mit pharmakoresistenter Epilepsie, Glukosetransporterstörung und Pyruvatdehydrogenasemangel eingesetzt. Sie muss individuell berechnet und ärztlich überwacht werden. Eine nicht medizinisch induzierte Sonderform der ketogenen Diät sind so genannte Low Carb-Diäten wie die Atkins-Diät.

Wirkung

Proteine können im Stoffwechsel ca. zu 50% und Fette nur zu ca. 10% (nämlich ihr Glycerinanteil) wie die verschiedenen Kohlenhydrate zu Glucose umgebaut werden, um den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten und so vor allem das Gehirn mit Energie zu versorgen. Im Hungerzustand greift der Körper zunächst auf seine Glykogenvorräte (eine Speicherform der Kohlenhydrate) zurück und stellt sich dann zunehmend auf einen Hungerstoffwechsel um. Dieser ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass Fettsäuren in der Leber zu Ketonkörpern abgebaut werden, die dann den Energiebedarf vor allem auch des Gehirns (welches ansonsten auf Glukose als einzige Energiequelle angewiesen ist) auf alternative Weise effizient decken sollen. Der angestrebte Zustand heißt Ketose.

Indikationen

Neben Patienten mit einer Glukosetransporterstörung oder einem Pyruvatdehydrogenasemangel kann bei Patienten mit Epilepsie, bei denen bisher mehr als zwei antikonvulsive Medikamente nicht ausreichend gewirkt haben und bei denen ein epilepsiechirurgischer Eingriff nicht in Frage kommt, der Einsatz der ketogenen Diät überlegt werden. Sie kann bei unterschiedlichen Anfallsformen, Epilepsieursachen und Altersbereichen bis zum Jugendalter angewandt werden, scheint jedoch jenseits des etwa 8. bis 12. Lebensjahres an Wirksamkeit zu verlieren und schwieriger durchführbar zu sein. Bei Säuglingen unter einem Jahr ist sie ebenso anwendbar, wie bei Kindern jenseits des ersten Lebensjahres. Gute Einzelfallerfahrungen gibt es bei der Behandlung des Rett-Syndroms, des Landau-Kleffner-Syndroms und des Ohtahara-Syndroms.

Nach Brom (1857) und Phenobarbital (1910) wurde die ketogene Diät erstmals 1921 gezielt als damals dritte antikonvulsive Therapieoption eingeführt. Man hatte beobachtet, dass Hungern bei vielen Epilepsiepatienten günstig auf die Anfallssituation wirkt und versuchte, den Zustand des Kohlenhydratmangels beim Hungern mit genügender Kalorien- und Proteinzufuhr zu kombinieren.

Berechnung, Durchführung

Für eine ketogene Diät wird der Energiebedarf (30-80 kcal/kg je nach Alter und Energieumsatz) und der Proteinbedarf (0,7-2 g/kg je nach Alter) berechnet und dann die sogenannte „ketogene Ratio“ (typischerweise 3 - 4,5 : 1) festgelegt. Die ketogene Ratio bestimmt das Gewichtsverhältnis von Fett zu Kohlenhydraten + Proteinen. Eine ketogene Ratio von 4:1 beispielsweise bedeutet, dass die Nahrung zu 80% Gewichtsanteilen aus Fetten bestehen muss. In den restlichen 20% Gewichtsanteilen muss eine den Bedarf deckende Proteinmenge untergebracht werden. Dementsprechend dürfen Kohlenhydrate nur in minimalen Mengen aufgenommen werden, um eine wirksame Ketose aufrechtzuerhalten. Eine Ketose infolge eines willkürlich herbeigeführten Kohlenhydratmangels wird durch die Zufuhr geringer überzähliger Kohlenhydratmengen innerhalb kurzer Zeit durchbrochen, was wieder zu vermehrten Anfällen führen kann. Dieses strenge Diätregime erfordert eine sorgfältige Indikationsstellung, einige Detailkenntnisse und eine enge Zusammenarbeit zwischen Behandlungsteam und Patienten, ihren Bezugspersonen (z. B. Eltern) und ihrem sozialen Umfeld. Die Diätverschreibung muss vom Arzt wiederholt an den Verlauf und den daraus erkennbaren Bedarf angepasst werden. Die sachgerechte Durchführung der Diät muss über die Urin- und/oder Blutketose (ähnlich wie bei der Blutzuckerüberwachung bei Diabetikern) überwacht werden.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind vor allem Verdauungs- bzw. Stuhlgangsprobleme. Ferner kommt manchmal vermehrt Müdigkeit vor allem in den ersten zwei Wochen der Stoffwechselumstellung vor, während danach häufig eine bessere Wachheit folgt. Zudem kommen vor: Nahrungsverweigerung oder Hunger und damit zusammenhängende psychische Probleme (Hypercholesterinämie (schlüssige Langzeitstudien zu dieser Nebenwirkung existieren nicht, eine ketogene Diät ist aber nicht mit einer „Fettmast“ gleich zu setzen, da die Kalorien limitiert sind). Selten bis sehr selten sind gehäufte Infekte, Thrombozytenfunktionsstörungen mit Blutungsneigung, Hypocalciämie und Herzrhythmusstörungen (demaskiertes Long-QT-Syndrom). Gelegentlich kommen Nierensteine vor (regelmäßige Prüfung über den Urinstix auf Blut). Bestimmte unerkannte seltene Stoffwechselstörungen (v.a. Defekte der Ketolyse und Ketogenese, Fettabbausstörungen, Carnitinmangel-Syndrome etc.) können in der Anfangsphase der ketogenen Diät plötzlich und u. U. lebensbedrohlich dekompensieren, weshalb hier eine sachkundige Vordiagnostik / Anamnese und (stationäre) Überwachung des Beginnes notwendig ist. Insgesamt ist das Nebenwirkungsprofil etwas günstiger als bei einer intensiven pharmakologischen antikonvulsiven Therapie.

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Chylothorax

June 3, 2008 11:10 am

Der Chylothorax ist eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit (gr. Chylos = Milchsaft) im Bereich der Pleurahöhle. Dies geschieht in der Regel
durch eine Verletzung des sogenannten Brustmilchganges (Ductus thoracicus). Dieser führt am Tag bis zu 4 Litern Lymphe aus einem Großteil des Körpers zurück ins venöse Blut. Bei Verletzungen läuft diese Lymphe in angrenzende Strukturen (Chylorrhö). Außer
der Brusthöhle kann die Lymphe vor allem bei schweren Traumata außerdem in den Herzbeutel (sog. Chyloperikard) laufen. Bleibt die Lymphe auf den Mittelfellraum (Mediastinum) begrenzt, so spricht man von einem Chylomediastinum.

Symptome

Ab ca. einem Volumen von 2 Litern kommt es in der Regel durch Verdrängung der Lunge und des Mediastinums zu Dyspnoe und Tachykardie.

  • Röntgen: Im Röntgenbild des Brustkorbes erkennt man Verschattungen in den tiefliegenden Abschnitten der Pleurahöhle.
  • Punktion: Die Punktionsflüssigkeit ist in der Regel milchig trüb und steril. Laborchemisch findet sich darin ein erhöhter Fettgehalt.

Therapie

Durch wiederholtes Entlasten des Chylothorax (z.B. über eine Bülau-Drainage) versucht man zunächst ein Verkleben der verletzten Stelle des Ductus thoracicus abzuwarten. Dies kann durch eine spezielle Diät (MCT-Diät) unterstützt werden, bei der die über die Lymphbahnen transportierten kurz- und langkettigen Fette in der Nahrung vermieden werden. Tritt nach 1-2 Wochen keine Besserung ein wird in der Regel die Verletzungsstelle operativ versorgt und der
Ductus thoracicus durch direkte Naht wieder hergestellt.

Posted by admin in Uncategorized

Diät; Fit for Fun

June 3, 2008 9:50 am

Fit for Fun (Gründung: 1992, Auflage: 105.000 Exemplare) gilt als Pionier der sog. Fitness-Zeitschriften. Ihr Schwerpunkt liegt auf Fitness und Medizin. Sie erscheint monatlich und enthält Informationen über neue Fitness-Varianten, Trainingstipps, medizinischen Erfolg und informiert über eine optimale Diät. Im Heft existiert auch die Rubrik „Sex and Soul“. Vierteljährlich erscheint ein Begleitheft, in dem sich 2.000 Singles (männlich/weiblich) vorstellen. Die Redaktion des Magazins befindet sich in Hamburg.

Details:

  • Auflage: 297.059 (Verk. Auflage IVW III/06)
  • Reichweite: 1,44 Mio. Leser (ma 2006/II)
  • Copypreis: € 3,00
  • Erscheinungsweise: monatlich

Fit for Fun TV

Auf VOX lief von 2001 bis 2006 die Reihe „Fit-For-Fun-TV“. Anfangs wurde die Sendung von Annabelle Mandeng und anschließend ab 2002 von Nandini Mitra moderiert. Die Sendung wurde von 2001 bis Ende 2005 in den MMC Ateliers Studios (Studio 21)/Cologne Broadcasting Center in Köln-Ossendorf aufgezeichnet. Die letzten Folgen wurden bis Absetzung der Sendung im Februar 2006 bei RTL (virtuelles Studio, Studio 3) in Köln-Junkersdorf produziert.

Posted by admin in Uncategorized

Diaet abnehmen forum com; CAST e.V.

June 3, 2008 8:50 am

Der CAST e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Darmstadt. Er ist einer der wichtigsten Kontakt- und Weiterbildungsorganisationen für IT-Sicherheit im deutschsprachigen Raum.

Der Name CAST ist ein Akronym und steht für Competence Center for Applied Security Technology (engl. Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie). Satzungsziel ist die Aus- und Weiterbildung im Bereich IT-Sicherheit. Viele der führenden deutschen Experten für IT-Sicherheit referieren bei CAST regelmäßig über aktuelle Arbeiten; so die RegTP, Wissenschaftler und Auditoren oder Hersteller von Sicherheits-Software.

Hauptaktivität sind monatliche Weiterbildungs-Workshops zu verschiedenen Themen rund um die IT-Sicherheit. Daneben gibt es mehrtägige Tutorials und die Vermittlung von Experten und Auditoren zu IT-Sicherheitsfragen. Der CAST e.V. schreibt jährlich einen Förderpreis aus, der Studenten und Auszubildende ermuntern soll, sich den verschiedenen Problemen der IT-Sicherheit zu widmen. Dieser ist der höchstdotierte Förderpreis für IT-Sicherheit in Deutschland (Europa?).

Der Verein wurde 1999 als Forum im ZGDV e.V. gegründet. Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung „CAST-Forum“. Initiatoren waren die TU Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) und das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT). Seit dem 1. Januar 2004 ist das ehemalige CAST-Forum ein eigenständiger, gemeinnütziger Verein.Die ca. 150 Mitglieder des CAST e.V. setzen sich aus kleinen und mittelständischen Firmen, großen Konzernen, Forschungseinrichtungen und Behörden zusammen. Vorsitzender des Vorstands ist Johannes Buchmann.

Posted by admin in Uncategorized